#ITSNOTOK

6. Februar 2017

Die erste Februarwoche ist die Woche zur Sensibilisierung für sexuellen Missbrauch und Gewalt. Sie bietet allen die Gelegenheit, darüber nachzudenken und zu diskutieren, was sexueller Missbrauch und Gewalt bedeuten.

Sexuelle Gewalt wird definiert als eine sexuelle Handlung, die ohne die Zustimmung der betroffenen Person begangen wird. Angesichts der vielen Mythen und Fehlinformationen rund um das Thema Einwilligung ist es wichtig, uns selbst daran zu erinnern, worum es dabei geht, und dazu beizutragen, andere aufzuklären. Wenn es ein Ziel gibt, das wir mit diesem Blogbeitrag verfolgen, dann ist es, zum Verständnis von Einwilligung beizutragen. Das Fazit lautet: Wenn du „Sex hast oder etwas Intimes mit einer anderen Person tust, ist es wichtig, dass diese Person es auch will“¹. Diese Regel gilt auch für die Einwilligung, selbst wenn du in einer langfristigen Beziehung bist. Jedes einzelne Mal, unabhängig davon, mit wem, sollte ein „Ja“ von allen beteiligten Parteien vorliegen.

Leider sind Aussagen wie „Sie/Er hat es provoziert“ oder „Sie waren betrunken“ weit verbreitete Mythen und Fehlinformationen, mit denen Täter sich rechtfertigen. Durch spezielle Aktionstage oder -wochen kann die Gesellschaft jedoch versuchen, diese Ausreden für missbräuchliches Verhalten anzufechten, wann immer wir sie hören.

Allein im Vereinigten Königreich werden jährlich etwa 69.000 Frauen und 9.000 Männer Opfer einer Vergewaltigung oder eines versuchten Vergewaltigungsdelikts. Noch erschreckender ist, dass etwa 90 % der Opfer den Täter bereits vor der Tat kannten¹.

Diese Zahlen verdeutlichen, wie viele Opfer den Täter kennen und warum es so schwer sein kann, sich zu äußern. Es geht nicht nur um das psychische Trauma, das durch die Tat selbst verursacht wird, sondern auch um die Flut von Fragen wie „Soll ich einen geliebten Menschen verraten?“ und „Wird mir überhaupt jemand glauben?“

Neben dem psychischen Trauma müssen Opfer, insbesondere in Fällen von Vergewaltigung, auch mit möglichen gesundheitlichen Folgen fertig werden.

Deshalb ist es eine Sache, die wir alle in dieser Aktionswoche tun können: darüber sprechen und auf die Bedeutung dieses Themas aufmerksam machen. Wenn Sie mitmachen möchten, besuchen Sie bitte http://sexualabuseandsexualviolenceawarenessweek.org/ für weitere Informationen oder beteiligen Sie sich an der Diskussion in den sozialen Medien unter dem Hashtag #itsnotok.

 

Quellenangaben:

¹ http://www.refuge.org.uk/get-help-now/sexual-violence/sexual-violence-the-facts/

² http://sexualabuseandsexualviolenceawarenessweek.org/

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